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Max Klinger

Leipzig 1857 - Großjena 1920


Der deutsche Bildhauer, Maler und Grafiker Max Klinger wird am 18. Februar 1857 in Leipzig geboren. Bereits während des Besuchs der Realschule nimmt er Zeichenunterricht in der Sonntagsschule. Im Jahre 1875 beginnt Klinger ein Studium an der Großherzoglich Badischen Kunstschule in Karlsruhe als Schüler von Ludwig Des Coudres (1820 – 78) und Karl Gussow (1843 - 1907). Im darauf folgenden Jahr folgt er Gussow zum Studium an die Königliche Akademie der Bildenden Künste nach Berlin.
1878 besucht er die Pariser Weltausstellung und beteiligt sich mit dem Werk "Spaziergänger" (1878) an der 52. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin.
In Brüssel wird Max Klinger 1879 Schüler des Historienmalers Emile Charles Wauters. Im Jahre 1883 erhält er den ersten großen Gemäldeauftrag, die Ausstattung des Vestibüls der Villa Julius Albers in Steglitz (Berlin). Diese wird 1884 fertig gestellt. Im nächsten Jahr beginnen die Arbeiten am "Urteil des Paris" (1885 – 87).
In den 80er Jahren hält sich der Künstler hauptsächlich in München, Paris, Berlin und Rom auf. Die erste Einzelausstellung Max Klingers findet 1891 in München statt. Außerdem wird der Künstler zum Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München und zum ordentlichen Mitglied der königlichen Akademie der Künste in Berlin gewählt. 1892 ist er Gründungsmitglied der Gruppe "XI".
Nach zahlreichen Reisen errichtet Max Klinger 1895 ein neues Atelier- und Wohnhaus in Leipzig. Im Jahre 1897 erhält er eine Professur an der Akademie der grafischen Künste in Leipzig und wird korrespondierendes Mitglied des "Wiener Secession".
Nachdem sich der Künstler in der ersten Hälfte seines künstlerischen Schaffens hauptsächlich mit Gemälden beschäftigt, setzt nun eine intensive bildhauerische Tätigkeit ein. In den nächsten Jahren entstehen u.a. die Marmorfiguren "Badende", "Amphitrite" und "Schreitende", aber auch "Kauernde" und "Schlafende". Außerdem fertigt Max Klinger mehrere Nitzsche-Büsten, die Marmorbüste "Franz Liszt", aber auch die Büste "Richard Wagner" und "Richard Strauss".

Im Jahre 1905 wird der Künstler vom Deutschen Künstlerbund beauftragt, die Florentinische Villa Romana zu erwerben und diese als Atelierhaus für junge Stipendiaten einzurichten. Ein Jahr später findet in Leipzig die Gründung des Villa Romana Vereins statt, deren Vorsitzender Max Klinger wird. 1912 wird auf Initiative des Künstlers der Verein Leipziger Jahresausstellung gegründet. Weiterhin wird Max Klinger 1915 zum Mitglied des Akademischen Rates der Königlichen Kunstakademie Dresden gewählt und erhält anlässlich seines 60. Geburtstages zahlreiche Ehrungen. Max Klinger stirbt am 4. Juli 1920 in seinem 1903 erworbenen Weinberghaus in Großjena (bei Naumburg).
Nach dem Tod des Künstlers finden in Deutschland unzählige Gruppen- und Einzelausstellungen statt. Zuletzt zeigt das Museum der Bildenden Künste in Leipzig und die Hamburger Kunsthalle 2007/08 anlässlich Max Klingers 150. Geburtstag die Ausstellung "Eine Liebe – Max Klinger und die Folgen".


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